SG Gutach/Wolfach : SG Freiburg 29:30 (13:14)
Das war ein bitterer Abend für die Herren der SG Gutach/Wolfach. Im Spitzenspiel der Bezirks-Oberliga unterlag die Mannschaft des Trainerduos Matthias Wetzel und Michael Wöhrle dem direkten Verfolger SG Freiburg knapp mit 29:30 und verpasste damit die Gelegenheit, den ersten Matchball im Aufstiegsrennen zu verwandeln.
Vor einer hervorragenden Kulisse und bei bester Stimmung in der gut gefüllten Curt-Liebich-Sporthalle in Gutach entwickelte sich das erwartet enge und packende Topspiel. Den besseren Start erwischten die Gäste, die in ihrem ersten Angriff durch Dennis Ganter mit 0:1 in Führung gingen. In der Anfangsphase konnten sich zudem beide Torhüter, Lars Intraschak-Taag auf Freiburger Seite und Cedric Moser im Gehäuse der SGGW, direkt mit ersten Paraden auszeichnen. Nachdem Nicolas Haas von Rechtsaußen den 1:1 Ausgleich besorgt hatte, brachte Marius Buchholz die Hausherren per Tempogegenstoß mit 3:1 in Front. Ein darauffolgender gescheiterter Gegenstoß der Gastgeber ermöglichte es Freiburg jedoch, wieder auf 3:2 heranzukommen, ehe Simon Elflein zum 3:3 ausglich. In der Folge ging es in einer ausgeglichenen, wenn auch spielerisch noch nicht durchgehend hochklassigen Partie munter hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Folgerichtig ging es mit einem knappen 13:14 Rückstand aus Sicht der SG Gutach/Wolfach in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel bauten die Breisgauer ihre Führung zunächst auf 13:15 aus, doch die SG Gutach/Wolfach antwortete prompt und drehte das Spiel zwischenzeitlich auf 17:15. Die Gäste blieben jedoch hartnäckig und nutzten in dieser Phase jeden Fehler der Schwarzwälder gnadenlos aus. Als Freiburg auf 19:22 und wenig später auf 20:23 davonzog, schien die Partie zuungunsten der Heimmannschaft zu kippen. Doch die Wetzel/Wöhrle-Sieben bewies Moral, kämpfte sich zurück in die Begegnung und stellte durch Tom Moser in der 47. Minute beim 24:24 den Anschluss wieder her. Lukas Glunk, der mit insgesamt zehn Treffern bester Werfer der Heimmannschaft war, besorgte kurz darauf sogar die 25:24 Führung für die SGGW. Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Beim Stand von 28:28 ging es in das große Finale. Zunächst verwandelte Simon Elflein 40 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter etwas glücklich zur 28:29 Gästeführung. SG-Torhüter Cedrik Moser war dran, konnte den Ball aber nicht festhalten. Lukas Glunk gelang zwölf Sekunden vor der Sirene der umjubelte 29:29-Ausgleich. Der Treffer fiel jedoch zu früh, um den Punkt zu sichern. Freiburg kam noch einmal zu einem Angriff und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Erneut blieb Simon Elflein, der mit neun Toren bester Freiburger Schütze war, eiskalt und markierte per Strafwurf mit dem Schlusspfiff den 29:30 Endstand.
Am Ende geht der Sieg der Gäste in Ordnung, da die Freiburger insgesamt wacher agierten und in den entscheidenden Momenten zur Stelle waren. Die SG Gutach/Wolfach hingegen leistete sich zu viele einfache Fehler, erreichte nicht ihre absolute Bestform und musste erkennen, dass in einem solchen Spitzenspiel letztlich Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Der Titelkampf in der Bezirks-Oberliga ist durch diesen Freiburger Auswärtssieg wieder unglaublich spannend geworden. Für die SGGW gilt es nun, in den verbleibenden drei Spielen noch einmal alles abzurufen, um den knappen Vorsprung an der Tabellenspitze über die Ziellinie zu retten.
Spielfilm: 0:1, 3:1, 3:3, 5:6, 9:8, 11:11, 13:14; 13:15, 17:15, 19:22, 20:23, 24:24, 25:24, 28:28, 29:29, 29:30
SG Gutach/Wolfach: Cedric Moser, Kilian Nattmann, Pascal Bube, Jan Staiger, Elias Breithaupt (1), Liam Storz (1), Lukas Glunk (10), Marius Buchholz (3/2), Cedric Schmider (1), Timo Ganter, Nicolas Haas (5), Hannes Purfürst, Julian Brohammer (4), Daniel Hirt, Tom Moser (4)
SG Freiburg: Lars Intraschak-Taag, Felix Fink, Sebastian Benkert (1), Lukas Tadge (2), Tom Denzinger, Dominik Burgert (1), Simon Elflein (9/6), Philip Ehret (4), Vincent Reinalter, Jens Kutzky, Colja Haier (1), Oskar Pommerening (5), Dennis Ganter (4), Frederic Bernard (3)
Bilder: Horst-Dieter Bayer


































