Vorbericht SG ERA 2 : SG Gutach/Wolfach
Zu ungewohnter Zeit am Sonntagnachmittag um 14:30 Uhr biegt die SG Gutach/Wolfach in die absolute heiße Phase der Saison ein. In Ringsheim wartet mit der SG Ettenheim/Ringsheim/Altdorf 2 eine überaus knifflige Auswärtsaufgabe auf den aktuellen Spitzenreiter. Nur noch fünf Begegnungen trennen die Schwarzwälder vom Saisonende, und ab sofort warten die ganz harten Brocken auf das Team. Die Erinnerungen an das Hinspiel, das die SG nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 32:27 für sich entscheiden konnte, sind noch präsent, allerdings nicht nur aus sportlicher Sicht. Vor allem das unangenehme Nachspiel rund um die zunächst aberkannten und später am grünen Tisch wieder zugesprochenen Punkte schwingt unweigerlich mit. Die sonntäglichen Gastgeber waren in diesem bürokratischen Hin und Her zwar auch nur Passagiere, dürften aber gerade deshalb eine gehörige Portion Extramotivation verspüren, die SG Gutach/Wolfach diesmal auf der Platte rein sportlich zu bezwingen. Dass der Tabellenneunte mit aktuell 14:20 Punkten deutlich unter Wert rangiert, darf niemanden über das wahre Potenzial der Hausherren hinwegtäuschen. Die SG ERA 2 versteht es exzellent, Partien extrem eng zu gestalten und hat vor den eigenen Fans schon den ein oder anderen Favoriten schmerzhaft straucheln lassen. Auch im ersten Aufeinandertreffen taten sich die Gutach/Wolfacher lange schwer, ehe man den torgefährlichen Akteuren der ERA den Zahn ziehen konnte. Dennoch reist man im Lager der Spielgemeinschaft mit berechtigtem Optimismus an. Die Marschroute ist klar: Man möchte den Platz an der Sonne unbedingt behalten und dem großen Ziel direkten Wiederaufstieg das nächste entscheidende Puzzleteil hinzufügen. Die Voraussetzungen dafür stimmen zuversichtlich, denn das Trainerduo Wetzel und Wöhrle – dessen Verträge zur Freude des Umfelds kürzlich um eine vierte Saison verlängert wurden – kann mit der Entwicklung der letzten Wochen hochzufrieden sein. Die Mannschaft hat sich nach einer kleinen Schwächephase wieder vollends gefangen und wirkt extrem gefestigt. Das absolute Faustpfand für den Endspurt ist jedoch die personelle Situation: Das Lazarett hat sich pünktlich zum Finale fast restlos gelichtet, die Verletzten kehren rechtzeitig in den Kader zurück und sorgen für die nötige Breite im Aufgebot. Wenn die Einstellung von der ersten Minute an stimmt und man nicht erst wie im Hinspiel den Weckruf eines frühen Rückstands benötigt, stehen die Chancen gut, auch diese Hürde auf dem Weg zum Saisonabschluss erfolgreich zu nehmen.
